Sozialhaushalt 2027: Sozialstaat stärken, Vertrauenzurückgewinnen

Die freien Wohlfahrtsverbände in Schleswig-Holstein warnen vor einem Sparen am Sozialstaat

Kiel, 11. September 2026 – Wenn der Deutsche Bundestag heute über den Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales berät, geht es um weit mehr als Milliardenbeträge und Einsparvorgaben. Es geht um die Frage, welchen Stellenwert der Sozialstaat in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Verunsicherung hat. „Wer einschneidend spart, zerstört Strukturen. Wer Strukturen zerstört, die Menschen erreichen,
spart zwar kurzfristig Geld, produziert aber langfristig neue Probleme“, betonte Heiko Naß, Vorsitzender der LAG.
Sozialausgaben sind keine Kosten, die man einfach wegkürzen kann. Wenn der Bund bei diesem Weg bleibt, schlägt das nachhaltig auch bei den Ländern ein.
Die Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein appellieren deshalb an die Damen und Herren Abgeordneten des Deutschen Bundestages:
„Investieren Sie in sozialen Zusammenhalt. Sichern Sie die soziale Infrastruktur. Stärken Sie Prävention und Teilhabe. Machen Sie im Alltag erfahrbar, dass die Bundesregierung die Belange der Bürgerinnen und Bürger hört und auf ihre Sorgen eingeht. So wird Demokratie im Alltag erfahrbar“.
Die freien Wohlfahrtsverbände stehen bereit, ihre Erfahrung aus der Praxis in die anstehenden Reformen einzubringen. Voraussetzung dafür ist eine verbindliche Beteiligung der Wohlfahrtsverbände an politischen und gesetzgeberischen Prozessen.


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